#1

Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 20.03.2019 14:58
von HP Annette • 1.073 Beiträge | 2365 Punkte

51. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!
Zu den wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren gehören:
A) Diabetes mellitus
B) Hyperurikämie
C) Schilddrüsenfunktionsstörung
D) Somatoforme autonome Funktionsstörung (Herzneurose)
E) Arterielle Hypertonie

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HP Annette Di Fausto
Inhaberin und Dozentin bei e-Vidia
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#2

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 18.04.2020 20:39
von j007 • 40 Beiträge | 52 Punkte

zu A)
Diabetes Mellitus gilt als einer der Hauptrisikofaktor kardiovaskulärer Erkrankungen.

Dauerhafte bzw. häufige Hyperglykämien führen zu pathologischen Veränderungungen der Gefäßwände an Kapillaren (Mikroangiopathie), was die diabetische Nephropathie, Retinopathie, Neuropathie führt. Sie begünstigt außerdem degenerative Prozesse der größeren Gefäße (Makroangiopathie) und erhöht dadurch Herzinfakt- und Schlaganfallrisiko.

zu E)
arterielle Hypertonie gilt als wichtigster Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen
zu betonen ist, dass (je nach Quelle) bis 50% aller über 50jährigen betroffen sind

Die aHt Veränderungen des Gefäßendothels und betrifft dabei vor allem kleinste gefäße. Die komplikationen können damit alle Organ betreffen, v.a eben Herz und große Gefäße. Sie erhöht das Risiko für Karotisstenosen, Aortenaneyrismen und tritt bei 80% der Aortendissektionen auf. Am Herz führt sie durch Makro- und Mikroangiopathie zu Schäden an den Herzkranzgefäßen (v.a. der diastolische Blutdruck hat hier große negative Auswirkungen. Durch den erhöhten druck in der Aorta kommt es auch zu einer Erhöhung des Drucks im linken Ventrikel und auf Dauer zu einer Hypertrophie und Dilataion mit Herzinsuffizienz. Durch Mirko- und Makroangiopathien werden außerdem z.B. blutige und unblutige Insulte, Demenz, Nephropathie mit Niereninsuffizienz begünstigt.

FRAGE:
Wie genau führt der Diabetes Mellitus zu den Gefäßschädigungen? Es wird ja nicht wirklich Zucker in den Wänden abgelagert, wie man oft umgangssprachlich hört.

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#3

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 20.04.2020 11:00
von HP Annette • 1.073 Beiträge | 2365 Punkte

Es sind die Veränderungen des Stoffwechsels, die zu den Ablagerungen führen. So hat der Diabetiker ja z.B. erhöhte Blutfettwerte, insbesondere der Diabetiker vom Typ 1, wenn er nicht gut eingestellt ist. Dabei schau einfach auf die Risikofaktoren für Arteriosklerose.
Und das passiert:
Glykierung und Oxidation von LDL ->Schädigung des Endothels
Veränderung der Funktionalität der Thrombozyten
- Verkürzte Lebenszeit
- verstärkte Thrombozytenaggregation
- Schwelle für die Auslösung der Gerinnungskaskade wird herabgesetzt
- Erhöhte Blutviskosität, verminderter Blutfluss, eingeschränkte Fibrinolyse


HP Annette Di Fausto
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#4

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 20.04.2020 14:35
von j007 • 40 Beiträge | 52 Punkte

ja ich denke erhöhte BLutfette bzw. eine Dyslipidämie wäre auf jeden fall auch einer der Top5 Riskikofaktoren fpr das kardiovaskuläre System.
was sind eures Wissens und Einschätzung nach die Top 5 und wie schadensie? (ich übe für die Prüfung hier schon mal formulieren, nur wissen reicht ja nicht;-) )
ich würde mals sagen:
aHt
Diabetes Mellitus
Dylipidämie (alle schon erklärt)
Übergewicht (geht meist einher mit aHt und Dyslipidämie und führen wie oben erklärt zu Gefäßschäden an den Koronarien und anderen GEfäßen)
Rauchen (schädigt die Gefäßwände und föredert damit Ablagerungen, es reduziert außerdem den sauerstoffgehalt im Blut, sodass das Herz mehr pumpen und leisten muss um die gleiche Sauerstoffversorgung der organe aufrecht zu erhalten)

Arteriosklerose und KHK werden ja eher selten als Risikofaktoren aufgezält - sie wären ja eher die Folge aus den risikofaktoren und können für die Geschehen wie Herzinfakrt und Kardiomyopathie und darus folgend Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz und erworbene Vitien schon als Ursachen bezeichnet werden, oder?

außerdem gelten sie meines wissens nach auch als eigenständige erkrankungen oder?

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#5

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 21.04.2020 08:49
von HP Annette • 1.073 Beiträge | 2365 Punkte

Die Entstehung der Arteriosklerose wird zwar auch durch Bluthochdruck verursacht , aber begünstigt diesen auch. Wenn das Strömungsgebiet verengt ist wird das Herz stärker pumpen müssen. Das Herz wird darunter natürlich leiden und insuffizient werden.

Der aHT, wie du ihn so schön nennst ist aber vor allem essentiell.

Stress und Bewegungsmangel sind auch noch zu nennen als Risikofaktoren. Vielleicht hast du Lust das mal zu erklären um weiter zu üben ;-)


HP Annette Di Fausto
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zuletzt bearbeitet 21.04.2020 09:05 | nach oben springen

#6

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 21.04.2020 15:43
von kein Name angegeben • ( Gast )
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sehr gern ;-)

ich fange mal mit Stress an:

stress aktiviert den Sympathikus und führt so zu einer Erhöhung des Blutdrucks, was ja wie wir schon wissen ein Risikofaktor ist.
Außerdem sorgt er für eine erhöhte Ausschüttung von Cortisolaus der Nebennierenrinde, das "Stresshormon" schlecht hin, welches den Blutzuckerspiegel steigen lässt und der Konstruktion von Gefäßen beteiligt ist. Außerdem wirkt es immunsuppressiv. dauerhaft erhöhte Cortisolwerte begünstigen die Insulinresistenz, Freisetzung von Fettsäuren und( wenn diese nicht verbraucht werden) Aufbau von Fettdepots und die Gewichtszunahme.

Oft wird versucht Stress durch Ernährung, Alkohol und Rauchen zu kompensieren, was wiederum Risikofaktoren an sich sind.

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#7

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 21.04.2020 15:44
von j007 • 40 Beiträge | 52 Punkte

sehr gern ;-)

ich fange mal mit Stress an:

stress aktiviert den Sympathikus und führt so zu einer Erhöhung des Blutdrucks, was ja wie wir schon wissen ein Risikofaktor ist.
Außerdem sorgt er für eine erhöhte Ausschüttung von Cortisolaus der Nebennierenrinde, das "Stresshormon" schlecht hin, welches den Blutzuckerspiegel steigen lässt und der Konstruktion von Gefäßen beteiligt ist. Außerdem wirkt es immunsuppressiv. dauerhaft erhöhte Cortisolwerte begünstigen die Insulinresistenz, Freisetzung von Fettsäuren und( wenn diese nicht verbraucht werden) Aufbau von Fettdepots und die Gewichtszunahme.

Oft wird versucht Stress durch Ernährung, Alkohol und Rauchen zu kompensieren, was wiederum Risikofaktoren an sich sind.

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#8

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 21.04.2020 15:52
von j007 • 40 Beiträge | 52 Punkte

vor allem in Verbindung mit Stress wirkt Bewegungsmangel begünstigend auf die Gewichtszunahme, Verfettung und Dyslipidämie.

Bewegung wirkt außerdem direkt protektiv auf Venen und durchblutungsfördernd.

Die Herzleistung wird "trainiert" und verbessert und damit Blutdruck und Ruhepuls gesenkt.

Regelmäßige Bewegung in "angebrachtem Anstrengungsmaß" fördert außerdem die Entspannung und senkt damit den Cortisolspiegel und stärkt das Immunsystem.

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#9

RE: Prüfung März 2019 Frage Kardiovaskuläre Risikofaktoren

in Prüfungsfragen diskutieren 21.04.2020 17:52
von HP Annette • 1.073 Beiträge | 2365 Punkte

Spitze!


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