#1

Prüfung März 2019 Frage Guillain-Barré-Syndrom

in Prüfungsfragen diskutieren 20.03.2019 15:04
von HP Annette • 1.002 Beiträge | 2123 Punkte

54. Einfachauswahl
Welche Aussage zum Guillain-Barré-Syndrom (GBS) trifft zu?
A) Die Prognose ist bei einer Letalität von etwa 90 % sehr schlecht
B) Alm Krankheitsverlauf kommt es regelhaft zu einer qualitativen und quantitativen Bewusstseinsreduktion
C) Eine sich von zentral nach peripher ausbreitende Lähmung (Paralyse) ist charakteristisch für das GBS
D) Der Erkrankung geht nicht selten eine Infektion der Atemwege oder des Magendarmtraktes voraus
E) Das GBS bezeichnet das Endstadium des Morbus Parkinson

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HP Annette Di Fausto
Inhaberin und Dozentin bei e-Vidia
Schulleitung und technische Verwaltung
Mail an annette@e-vidia-forum.de
Website: www.e-vidia.de

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#2

RE: Prüfung März 2019 Frage Guillain-Barré-Syndrom

in Prüfungsfragen diskutieren 31.12.2019 16:33
von Heike T. • 244 Beiträge | 798 Punkte

Antwort D
Guiiain-Barré-Syndrom ist eine tückische Nervenkrankheit mit einer akuten Entzündung der Nervenwurzeln, oft nach einer Infektion der Atemwege oder des MD-Traktes.
Symptome sind infektähnliche Gliederschmerzen, aufsteigende Lähmung incl. der Atemmuskulatur und der Hirnnerven, weshalb eine intensive Krankenhausüberwachung stattfinden sollte.
Die Letalität liegt bei 8 %.

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#3

RE: Prüfung März 2019 Frage Guillain-Barré-Syndrom

in Prüfungsfragen diskutieren 01.05.2020 11:55
von Heike T. • 244 Beiträge | 798 Punkte

Die Ursache wird als autoimmun angenommen, bedingt durch eine Infektion?
Eine gegen Nervenbestandteile gerichtete Immunreaktion (Autoimmunerkrankung) wird angenommen, da im Körper IgG- oder IgM-Autoantikörper gegen Ganglioside oder Myelin bzw. gegen die Zellmembranen der Axone des PNS gebildet werden. Auslösende Faktoren sind u.U. Infektionen mit bestimmten Erregern und Impfungen.
Andere Zusammenhänge könnten sein: ausgeprägte chirurgische Eingriffen - Auftreten der Erkrankung?

Pathologische Untersuchungen an Nerven betroffener Patienten zeigen interstitielle Infiltrationen durch Lymphozyten und eine segmental ausgebildete Entmarkung der Axone.

Diagnostik

Die Verdachtsdiagnose ergibt sich aus dem klinischen Bild der aufsteigenden symmetrischen Paresen mit Areflexie, milden Beeinträchtigungen der Sensibilität und Hirnnervenausfällen.

Suche nach vorausgehenden Infektionskrankheit oder besonderen körperlichen Stresssituationen! Auch eine Infektion ist Stress!


Weitere Untersuchungen

Das Blutbild offenbart eine Lymphozytose.

In der Immunelektrophorese zeigt sich eine Erhöhung der Antikörper (v.a. IgG, IgA).
In der ELISA lassen sich in manchen Fällen Gangliosid-Autoantikörper nachweisen, z.B. Anti-GM1 oder Anti-GQ1b. Diese spezifischen Antikörper sind nicht bei allen Patienten nachweisbar, bei bestimmten Varianten des GBS finden sie sich aber mit hoher Frequenz.
Im Elektromyogramm finden sich Fibrillationen.
Das Elektroneurogramm zeigt eine Abnahme der Nervenleitungsgeschwindigkeit und eine Verzögerung der F-Wellen-Latenzen und der distalen Latenzzeit.
Die Liquoruntersuchung nach Lumbalpunktion zeigt eine Erhöhung des Proteins bei weitgehend normaler Zellzahl an ("zytoalbuminäre Dissoziation"). Jedoch kann der Liquor insbesondere in frühen Phasen der Erkrankung auch ganz ohne Befund sein.

Diagnostische Kriterien
Die Diagnose eines Guillain-Barré-Syndrom ergibt sich nicht aus einem Einzelbefund, sondern aus der typischen Befundkonstellation bei gleichzeitigem Ausschluss möglicher Differentialdiagnosen.

Notwendige Kriterien
fortschreitende Schwäche mehr als einer Extremität über maximal 4 Wochen
Verlust mindestens der distalen Muskeleigenreflexe
Ausschluss einer alternativen Ursache mit angemessenen Mitteln

Unterstützende Kriterien
relative Symmetrie der Paresen
nur milde sensorische Symptome (kein klar abgrenzbares sensibles spinales Niveau)
Beteiligung der Hirnnerven
Erholung nach 1 bis 4-wöchiger Plateauphase
autonome Dysregulation
zum GBS passender Liquorbefund ("zytoalbuminäre Dissoziation")
zum GBS passender elektrophysiologischer Befund
kein Fieber bei Beginn der Neuropathie


zuletzt bearbeitet 01.05.2020 12:04 | nach oben springen

#4

RE: Prüfung März 2019 Frage Guillain-Barré-Syndrom

in Prüfungsfragen diskutieren 01.05.2020 12:05
von Heike T. • 244 Beiträge | 798 Punkte

Hier haben wir es mit der aufsteigenden Lähmung zu tun

Frage, wo gibt es absteigende Lähmungserscheinungen?

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#5

RE: Prüfung März 2019 Frage Guillain-Barré-Syndrom

in Prüfungsfragen diskutieren 12.05.2020 15:16
von j007 • 35 Beiträge | 10 Punkte

Lähmungen drch Schädigung absteigender Bahnen können inSchädigungen des

1. Motoneurons (spastisch) : MS, Hirntumoren, Schlaganfall und des
2. Motoneurons (schlaff) : Läsion peripherer Nerven, Banscheibenvorfall mit Kompression, Neuropathie

eingeteilt werden.

Frage: Wie verhält es sich mit den Reflexen bei schlaffer und bei spastischer Lähmung?


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#6

RE: Prüfung März 2019 Frage Guillain-Barré-Syndrom

in Prüfungsfragen diskutieren 14.05.2020 13:40
von j007 • 35 Beiträge | 10 Punkte

spastische Lähmung - erhöhte gesteigerte Reflexe, pathologische Reflexe (Babainski=´)
schlaffe Lähmung: verminderte/keine Refelxe auslösbar

FRAGE: Welche Strukturen sind für die Willkürmotorik verantwortlich? Welchen Weg geht der Impuls?


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